Schlichtung in der Tarifauseinandersetzung der Lufthansa-Kabine
Mit freundlicher Genehmigung der UFO
Dienstag, 07 Dezember 2010 11:00
Der Tarifstreit bei Lufthansa geht nun in die Schlichtung.
Der erste Schlichtungstermin findet am 20.12.2011 unter der Schlichterin Heide Simonis statt.
Mittlerweile zieht sich der Konflikt seit neun Monaten. Gerade weil Lohnerhöhungen in dieser Zeit
ausblieben, aber vor allem auch weil die Belastungen in dieser Zeit immens gestiegen sind, stellt
dies für die Kabine eine ungeheure Geduldsprobe dar.
Viele Kolleginnen und Kollegen äußern immer wieder Verständnis für unsere Vorgehensweise, einige
von euch haben aber auch in den letzten Monaten gefragt, warum wir nicht viel schneller in den
Streik gegangen sind. Gerade im Rückblick halten wir den umsichtigen Umgang mit einem Streikszenario
für richtiger denn je. Ein vorschnelles Einigen auf „faule Kompromisse“, wie sie uns von der Geschäftsleitung
angeboten wurden, wäre genauso falsch gewesen, wie unsererseits bei Euch eine Erwartungshaltung zu schüren,
dass Streiks aus sich heraus den MTV verbessern könnten.
Der MTV war und ist der schwierigste Teil dieser Tarifrunde. Wenn wir eine wirkliche Veränderung,
die tatsächlich ein paar Jahre hält, erreichen wollen, so müssen wir handwerklich saubere Lösungen
erreichen. In den letzten zwei Verhandlungsrunden im November haben wir irgendwann erkennen müssen,
dass bei unseren Verhandlungspartnern gar kein Ansatz bestand, sich ausreichend zu bewegen.
(Mehr zu den Hintergründen findet sich im nächsten UFO-Report, der noch vor Weihnachten zu Euch nach Hause kommt.)
Unseres Erachtens kann eine Schlichtung bei einem komplexen Thema wie dem einer grundlegenden MTV-Reform
den notwendigen Spielraum am ehesten schaffen. Bei einer reinen VTV-Runde stünden wir gemeinsam längst
mit grünen Westen und Trillerpfeifen vor den Toren ...
Was bedeutet die Schlichtung?
Die Schlichtung bedeutet, dass der Arbeitgeber der unabhängigen Schlichterin und letztlich auch
der Öffentlichkeit klar machen muss, warum er trotz dementsprechender wirtschaftlicher Möglichkeiten
und gesetzlicher Notwendigkeiten nicht bereit ist, adäquat zu handeln. Der neutrale Blick von außen
ist dabei erfahrungsgemäß sehr hilfreich.
Mit der am 6.12.2010 vom LH-Vorstand angekündigten Einmalzahlung von 700.- € im Januar 2011 zeigt
sich deutlich, wie sehr das Management in Argumentationsnöte bezüglich seiner immer noch angekündigten
Nullrunden geraten ist. Hier will man vor der Schlichtung offensichtlich den Druck herausnehmen.
Vorbereitung der Schlichtung / Findungsprozess der Schlichterin
Eine unserer Wunschkandidatinnen für diese Schlichtung war Heide Simonis, die ehemalige Ministerpräsidentin
von Schleswig-Holstein, der letztlich auch die Geschäftsleitung zugestimmt hat. Am 1.12. fanden erste
Spitzengespräche mit Frau Simonis statt, in denen wir vor allem prozedurale Fragen geklärt und Termine
festgelegt haben. Außerdem konnten wir in internen Vorgesprächen mit Frau Simonis darlegen, wo unsere
Nöte sind und wie unsere Erwartungshaltung an ein Schlichtungsergebnis ist.
Termine im Dezember und Anfang Januar
Natürlich müssen jetzt noch umfangreiche Schriftstücke erstellt werden und die Schlichterin muss die
Gelegenheit haben, sich anhand dieser Papiere, zusammen mit ihren Mitarbeitern in die Materie so
weit einzuarbeiten, dass sie dann mit uns und der Geschäftsleitung in die Schlichtungsverhandlungen
eintreten kann. Der Beginn dieser Verhandlungen ist der 20. Dezember, danach werden in kurzen
Abständen weitere Verhandlungen stattfinden. Das Ende der Schlichtung ist spätestens für den 16.01.2011 vereinbart.
Wir müssen an dieser Stelle noch einmal um Verständnis bitten, dass es zu den üblichen Gepflogenheiten
eines Schlichtungsverfahrens gehört, keine Zwischenstände und Teilergebnisse nach außen zu tragen.
Wir werden Euch jedoch im nächsten UFO-Report noch ausführlicher über die Ausgangslage zur Schlichtung
berichten. Hierzu wird die Tarifkommission in ihrer Sitzung nächste Woche noch abschließende
Abstimmungen vornehmen.
Wir werden in der Schlichtung alles daran setzen, Eure Geduld mit einem „anständigen“ Tarifergebnis
in oben beschriebenem Sinne zu belohnen.
Euro UFO-DLH-TK
Newsletter der UFO zu den Tarifverhandlungen
Mit freundlicher Genehmigung der UFO
LH-Verhandlungsrunde
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 28.09.2010 hat eine weitere Verhandlungsrunde zwischen der UFO und der Lufthansa stattgefunden.
Wir haben an den Lösungsansätzen des vorherigen Termins weiterverhandelt und beschlossen, auf einem
zweitägigen Termin am 11. und 12.10.2010 zu versuchen, daraus ein Gesamtpaket zu schnüren.
Noch sind keine fertigen Ergebnisse erzielt worden. Aus diesem Grund haben wir gegenseitig
vereinbart, keine Verhandlungsstände zu kommunizieren, da keine Einzellösungen erzielt wurden,
sondern alles unter dem Vorbehalt einer Gesamtlösung steht. Wir bitten um Verständnis,
dass wir die berechtigte Neugier, wie es weiter geht, noch nicht befriedigen können.
Wir können jedoch davon ausgehen, dass die nächste Runde eine Richtungsentscheidung bringen wird.
Zumindest eine Entscheidung, ob die besprochenen Lösungsansätze ausreichen, ein friedliches Paket
zu schnüren oder, ob die "Gesamtlösbarkeit" am Ende doch nicht gegeben ist und wir einen weniger
friedlichen Weg beschreiten müssen, um eine für die Kabine akzeptable Lösung zu erreichen.
Wir werden selbstverständlich umgehend berichten.
Viele Grüße Eure UFO-DLH-TK
Newsletter der UFO zu den Tarifverhandlungen
Mit freundlicher Genehmigung der UFO
Stand der Verhandlungen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 02.07 fand nach mehreren Termin-Absagen seitens Lufthansa endlich wieder
ein Verhandlungstermin zum VTV und MTV der UFO statt.
Nach insgesamt 5 Verhandlungsrunden hatte die Lufthansa eigentlich die
feste Zusage gemacht, ein Angebot mit zu bringen. Vorab: dies ist nicht
geschehen. Die Lufthansa hatte ausschließlich Themen dabei, die sie
ihrerseits schnell geregelt haben wollte (A380 Bereederung mit Regionalen
Flugbegleitern – siehe Newsletter vom gestrigen 2.7.) und massive Gegenforderungen
zur Vergütung.
Wir haben keinerlei Angebote zu unseren seit 6 Monaten auf dem Tisch
liegenden Entlastungs- und Vergütungs-Themen bekommen, die in der jetzigen
Situation wichtiger wird denn je. (Wir haben darüber ja bereits ausführlich
berichtet – Details zu unserer unveröffentlichen Forderung finden sich in
den verschiedenen UFO-Reports und auf der UFO-Homepage)
Die Verhanldungen sind damit in einem Stadium angekommen, in dem es Zeit
wird, emotionsfrei, aber auch ohne Beschönigung über die Situation zu
berichten und mit unserer Belegschaft in den Dialog zu treten, wie es
weiter gehen soll.
Über die Details informieren wir in den nächsten Abschnitten. Wir möchten
eindringlich darum bitten, die bekannten Foren, demnächst folgende
Infostände im Crewkeller, sowie geplante Infoveranstaltungen, zu denen wir
noch einladen werden, zu nutzen, um Euch ein umfassendes Bild zu
verschaffen und zusammen mit uns für den Erhalt unserer Arbeitswelt zu
kämpfen.
Die gute Nachricht zuerst:
Ein „kleines“ Thema konnte am Rande der aktuellen Tarifrunde tatsächlich
gelöst werden. Ohne eine Veränderung der Alters- und Übergangsversorgung
konnten wir den Weg freimachen, endlich auch Mitarbeitern über 40 Jahren
eine Festanstellung in der Kabine zu ermöglichen. Es wird ab Anfang
nächster Woche eine ausgiebige Veröffentlichung auf der UFO-Homepage zu
diesem Thema geben. Schon dies zeigt, dass wir auch in laufenden
Verhandlungen bereit sind, Probleme zu lösen, wenn es Sinn macht.
Ein schlechtes Beispiel als Fingerzeig für die Zukunft
Ein anderes Randthema ist die Bereederung der A380. Bisher war dieses
Muster im MTV nicht geregelt und darf deshalb nur mit maximal zwei
Regionalen FB bereedert werden. Die Lufthansa hat diese Regelung erst
kürzlich zur Verhandlung gestellt, da sie eine ähnliche Anzahl pro
Passagier wie auf dem Jumbo und anderen Mustern haben wollte. Wir haben uns
dieser Sichtweise nicht grundsätzlich verweigert. Haben wir doch, gerade
bei unserem Erstziel NRT, auch von den Crews die Rückmelungen erhalten,
dass die japanischen Kollegen eine wichtige Unterstützung darstellen.
Auch das Gesamtthema, sprich zukünftige Flüge nach PEK, Indien-Ziele, ggf.
BKK wollten wir mit der LH in der aktuellen Tarifrunde lösen. Da NRT
bereits geflogen wird, haben wir nach einer Zwischenlösung für diese Flüge
gesucht und waren bereit, mindestens 4 japanischen Kollegen auf diesen
Flügen zuzustimmen. In allerletzter Minute jedoch wurde diese von uns schon
fast unterschriebene Zwischenlösung ohne Not auf ALLE regionalen Kollegen
erweitert und es wurden plötzlich auch die Anzahl neu diskutiert und über
bis zu 6 Kollegen geredet. Da wir an einer Lösung interessiert waren, haben
wir hart darüber verhandelt und sind bis an die Grenzen des Machbaren
gegangen. Dies hat LH jedoch nicht gereicht.
Was allerdings das wirklich Schlimme daran ist: Statt wie im Juni Japaner
additional auf die Flüge zu planen, was bei den ungeübten Abläufen an Bord
und der neuen Technik etc. sowieso sehr sinnvoll war, interpretiert die LH
plötzlich den Tarifvertrag um.
Sie ist nun der Meinung, dass Regionale Kollegen mit Stationierungsorten in
Deutschland überhaupt keine Regionalen mehr sind. Sie haben uns
angekündigt, ab sofort den Tarifvertrag zu brechen und einseitig mehr
Regionale einzusetzen. Bei erfolgreicher Deutschprüfung und einem
„normalen“ Einsatz in einem der Competence-Teams SOWIE auf Kurzstrecke
haben wir dagegen auch nichts einzuwenden. Dies jedoch ist nicht geplant.
Diese Vorgehensweise ist ein wirkliches Novum. Nach dem Motto: wenn du mir
dein Auto nicht zu meinen Konditionen verkaufen willst, dann klaue ich es
eben und behaupte, dass es mir gehört. Bis nachgewiesen hast, dass es
deines ist, hab ich wenigstens die Zeit es zu nutzen. Dies ist ein
Tabubruch und ein Indiz dafür, wie LH es mit der Vertragstreue hält.
Wenn LH wirklich selbst der Meinung wäre, dass dies rechtens ist, hätte sie
sicherlich nicht die letzten Wochen mit uns über eine Lösung verhandelt.
Wie der sicherlich entstehende Rechtstreit ausgehen wird, darüber wird die
Personalvertretung berichten, die gegen den Tarifvertragsbruch klagen muss.
Wirtschaftliche Lage allgemein
Die Verhandlungspause erschien der TK der UFO in einer Hinsicht hilfreich:
Zwar mussten wir alle mit den alten Tarifbedingungen, ohne Entlastung, ohne
Gehaltserhöhung leben, anderseits schwoll um uns alle herum die Flut an
guten Nachrichten an. Die Arbeitslosigkeit sank, der EURO erholte sich
langsam, die Konjunkturprognosen wurden angehoben, die IATA vermeldete
starke Wachstumsraten in der Passagier-Anzahl und den Ticketpreisen,
Frachtraten.
Einzig die monetäre Belastung der Arbeitnehmer steigt: Durch angekündigte
Einsparmaßnahmen im Zuge des Sparpakets der Bundesregierung, die Erhöhung
der Krankenkassenbeiträge (übrigens NUR beim Arbeitnehmeranteil) und wieder
steigende Lebenshaltungskosten etc.
Die Gewerkschaften rund um uns herum haben deshalb auch schon angekündigt,
dass die Lohnabschlüsse wieder steigen werden. Die ersten nennenswerten
bereits erzielten Abschlüsse spiegeln diese Ankündigung auch wieder. Der
Marburger Bund hat für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern entscheidende
Verbesserungen erreicht und auch zahlreiche andere Abschlüsse tragen der
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage durch gute bis sehr gute Abschlüsse
Rechnung.
Eine Übersicht über alle Abschlüsse findet sich hier: http://www.boeckler.de/16637.html
Wirtschaftliche Lage Lufthansa
Auch bei Lufthansa geht es steiler bergauf, als es die größten Optimisten
erwartet hatten. Der Ölpreis ist stabil weit unter 80 Dollar (2008 waren es
bis zu 150 Dollar), die Buchungszahlen steigen an, wir stellen 1600 neue
Flugbegleiter ein, der Leiter des Climb2011-Projekts Herr Klühr vermeldet,
dass sämtliche Einsparziele im Plan liegen und bereits dieses Jahr 300
Millionen € eingespart werden. Die Fracht erzielt Traumraten, weit oberhalb
des Vorkrisenniveaus, die AUA macht keine Verluste mehr und unsere eigene
Langstrecke hat sich auch im Premiumsegment mehr als erholt. Zusätzlich
kommen permanent neue Ziele hinzu: Wir wachsen beträchtlich. Die
strukturell schwierigeren Teilergebnisse im Konzern, wie z.B. der
dezentrale Verkehr oder die neue Tochter bmi können durch ein bereits von
Mayrhuber angekündigtes Milliardenergebnis für das laufende Jahr gut
kompensiert werden.
Bewertung VC-Ergebnis
Durch eine Schlichtung unter Dr. Klaus von Dohnany erzielten
die Cockpitkollegen eine Lösung, nicht nur in den „einfacheren“
Themen ihrer offenen Vergütungs- und Manteltarifverträge, sondern vor
allem auch in dem jahrelang hart umkämpften Konzerntarifvertrag. Die
Lufthansa konnte sich mit ihrem Ansinnen, die Möglichkeit von
Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland und zu den günstigeren Regionaltöchtern
zu erreichen, nicht durchsetzen. Die Cockpit hat für diese
wichtige Weichenstellung, für die Zukunft der Piloten im Konzern,
Zugeständnisse gemacht. So wurde die Mehrflugstundeauslösegrenze um bis zu
zwei Stunden angehoben, dies aber direkt gekoppelt an ein Wachstum von 40
Flugzeugen im dezentralen Bereich. Die von der Geschäftsleitung
eingeforderte Nullrunde wurde mit der konkreten Vereinbarung verknüpft,
fast allen unter dem KTV arbeitenden Piloten die Übergangsversorgung
und die sog. Loss-of-License-Versicherung auf dem Niveau der DLH-Passage
zu ermöglichen. Wir haben uns intensiv mit der VC ausgetauscht. Diese ist
zufrieden mit ihrem Abschluss und hat uns deutlich gemacht, dass es in
der Schlichtung keine Blanko-Schecks gegeben hat. Wenn der langjährige
Streit um den KTV nicht mit konkreten Absicherungen beendet
wäre, hätten die Cockpitkollegen keinerlei
Zugeständnisse gemacht, da sie die Lage der LH und der Wirtschaft im
Allgemeinen mindestens so positiv sehen wie wir! Wir haben keine politische
KTV-Forderung, schon alleine aus diesem Grund sind solche Zugeständnisse,
so richtig sie im Fall der Cockpitkollegen auch gewesen sind, bei uns nicht
denkbar.
Was wir in diesem Fall vom Cockpit wieder ein mal abschauen können, ist wie
extrem wichtig es ist, auch über einen längeren Zeitraum und trotz
extremster Gegenwehr des Arbeitgebers für seine berechtigten Interessen zu
kämpfen - UND dass man diesen Kampf gewinnen kann. Allerdings nur, wenn man
auch bereit ist, solidarisch für einander ein zu stehen. Unsere gestrige
Verhandlungsrunde hat abschließend gezeigt, dass man mit guten
Argumenten und sachlichen Verhandlungen allein nicht weit kommt.
Wer ist bedroht?
Um Euch den wirklichen, neuen Ernst der Lage zu verdeutlichen, wollen wir
hier die gestern neu von der GL vorgestellten Denkansätze zur Kürzung der
Kabinengehälter kurz skizzieren. Alle anderen bereits angekündigten oder
umgesetzten Maßnahmen kommen hier noch on top.
Als hätte es die massiven Einsparungen in 2005 (Einführung der
Vorschaltstufen, Nicht-Steigern in Elternzeit, nachhaltige Streichung des
35. Quartalstages etc.) nicht gegeben und als stünden wir am Abgrund wie
1991 und in ähnlichen Krisen, will man jetzt bei uns ALLEN an die
Substanz. Die Kabine muss in den Augen der GL nicht nur stärker belastet
werden: Erhöhung des Flugstundenkorridors, Earning-Capacity, gemischt für
„alle“ im Rahmen von wftf etc. - die GL gibt sich auch unbeeindruckt vom
VC-Abschluss, der wirtschaftlichen Lage und allen anderen Themen und will
zusätzlich an unser Gehalt und damit in Folge auch an unsere Alters- und
Übergangsversorgung:
- Die
Vorschlagsliste fing damit an, dass uns vorgerechnet wurde, was es
einsparen würde, wenn z.B. alle FB in Zukunft nur noch zweijährig
gesteigert würden UND ODER die Gehaltstabelle bei Stufe 10 endet. Eine
ähnliche Systematik bei Pursern wurde in Aussicht gestellt.
- Bereits
andiskutierte Vorschläge, eine automatische Steigerung von weiteren
Qualifizierungen abhängig zu machen, wurden als nicht ausreichend
abgetan und „schlecht“ gerechnet.
- Die Einführung von M-Class FB wurde uns vorgestellt. Aus dieser M-Class
kommt der Mitarbeiter dann nur noch heraus, wenn im Bedarfsfall
Positionen in der C-Class und der F-CL benötigt werden. Dann kann man
sich darauf bewerben und dann, aber auch nur dann können höhere
Gehaltstufen erreicht werden.
- Die großflächige Befristung von Arbeitsverträgen
wurde vorgeschlagen, um die Fluktuation in der Kabine zu erhöhen. Es
sollen weniger Kollegen in höheren Gehaltstufen ankommen, sondern
vorher aus dem Unternehmen ausscheiden.
Naiverweise könnte man nun vermuten, dass dies in den
Augen der Lufthansa vor allem auf zukünftige Kollegen ziele. Wir wissen
jedoch, und dies hat auch „Tradition“ im Hause Lufthansa, dass alle
Kollegen betroffen sind. Maßnahmen, die nur bei zukünftigen Mitarbeitern
angewendet würden, könnten nicht ausreichend Wirkung erzielen. Außerdem
lohnt es sich, einmal die Bodenverträge anzusehen. Erst wurde für
Neueinstellungen massiv gekürzt, dann wurde der Bestandsschutz für die
„Alten“ gekippt. Im Bereich der LSG ist das noch nicht genug und man will
nun auslagern. Das Ergebnis sind katastrophale Lohnentwicklungen und
Arbeitsbedinungen in vielen Bodenbereichen.
Was jedoch viel deutlicher ist, ist die Vorgehensweise der Lufthansa, wie
sie sich am kleinen Beispiel der A380 zeigt. Um ihre Ziele zu erreichen,
versucht die LH in den letzten Jahren das „Teile-und-Herrsche-Spiel“.
Man geht erst an die eine Gruppe der Belegschaft in der Hoffnung, dass sich
diese nicht alleine zur Wehr setzen kann.
Die UFO sagt jedoch an dieser Stelle eines so klar, dass es weder
missverständlich, noch interpretierbar ist. Alles, was in der Zukunft
vereinbart wird, wird die gleiche Wirkung auf alle Kabinen-Mitarbeiter
entfalten. Seien es Verbesserungen, oder eben Verschlechterungen.
Verschlechterungen wird es geben, und zwar dann, wenn die Kabine sich
nicht solidarisch zur Wehr setzt. Wir sind eure Vertreter und können in
eurem Interesse verhandeln und organisieren. Aber nur mit eurer Hilfe und
Solidarität können wir irgend etwas verhindern. Alleine mit guten
Argumenten am Verhandlungstisch wird uns dies nicht mehr gelingen. Diese
Zeiten scheinen endgültig vorbei. Dazu hat unser
Verhandlungsgegenüber offensichtlich nicht die Erlaubnis des Vorstands.
Wie geht es weiter?
Wir haben mit der LH einen weiteren Termin für den 23.07 vereinbart. Zu
diesem Termin haben wir sie ultimativ aufgefordert, sich zu besinnen und
uns verhandelbare Angebote „mit zu bringen“.
Wir sind auch auf Gegenforderungen eingestellt. Wir wisssen, dass es z.B.
im Kont-Bereich Handlungsbedarf gibt. Allerdings hat hier die VC ein
Prinzip angewandt, das auch wir uns bereits im Vorfeld als Prämisse gesetzt
haben.
Um den Direktverkehr zu entlasten, hat die Cockpit eine Erhöhung der
Auslösegrenzen für Mehrflugstunden für ALLE Piloten vereinbart, egal auf
welchem Muster, egal auf welchen Strecken diese eingesetzt sind. Die
eingesparten Beträge jedoch werden ausschließlich dem Direktverkehr
zugerechnet. Wir wollen damit nicht sagen, dass wir genau solche Maßnahmen
vereinbaren werden, allerdings werden wir wie gesagt nichts mehr gegen
einzelne Gruppen und/oder für einzelne andere Gruppen tun. PURI / PURII /
FB, Dezentral / HUB-stationierte, schon bestehende Verträge und Neuverträge
müssen mit einem Maß betrachtet werden.
Sollte die LH diese Denkumkehr nicht vollziehen und uns auch in der 7.
Verhandlungsrunde nichts bieten, über das man auch nur reden kann, können
wir nur noch von einem Scheitern der Verhandlungen, mit allen daraus
erwachsenden Konsequenzen ausgehen.
Sollten wir dann in einem von allen Mitarbeitergruppen getragenen
Arbeitskampf etwas erreichen, wird dies auch solidarisch allen
Mitarbeitergruppen zukommen müssen.
Der Appell ist jedoch auch anders herum zu sehen: Sollten sich einzelne
Mitarbeitergruppen mehrheitlich entscheiden, sich nicht zu beteiligen, und
uns damit die Möglichkeit nehmen, etwas für DIE Kabine durchzusetzen,
müssen wir diese Mitarbeitergruppen aus einem dann sicher sehr viel
schlechteren Ergebnis auch noch „herausdenken“.
Es mag ungewohnt sein, solche Betrachtungen so deutlich zu veröffentlichen.
Wir sind uns jedoch auch sicher, dass die Bedrohung so drastisch ist, dass
eine ehrliche und offene Vorabkommunikation das einzig Richtige ist. Wenn
wir nicht gemeinsam kämpfen, dann wird sich jeder Purser nur noch überlegen
können, ob er lieber auf die PUR-Zulage oder auf Gehalt verzichtet aber
nicht mehr OB überhaupt. Dann wird ein FB bei einer Kappung auf Stufe 10
z.B. monatlich ca. 1000.- € seines Grundgehalts verlieren.
(Tabellenunterschied von 17 zu 10).
Wir wollen keine Angst schüren.
Wir glauben an uns.
Die Kabine ist besser organisiert und informiert und leidet mehr unter der
Arbeitsbelastung denn je.
Wir wollen jedoch auch deutlich machen, dass ein „Augen zu und durch“
nicht ausreichen wird. Nicht einmal um den Status Quo zu erhalten.
Wir werden euch weiter informieren und freuen uns über angeregte
Diskussionen mit Euch.
Eure UFO-DLH-TK
Außerordentliche Personalversammlung bei LH
Mit freundlicher Genehmigung der UFO
Bericht von der LH Sonderpersonalversammlung
Donnerstag, 12 November 2009 17:12
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es war noch nicht einmal Viertel vor drei, als in der Kantine auf der Lufthansa Basis die Stühle ausgingen.
Hunderte Kollegen sind dem Aufruf der PV gefolgt und sind zur Sonderpersonalversammlung zu "Climb2011" erschienen.
Die Stimmung war von Anfang an gut. Schon alleine die Tatsache, dass so viele Kollegen angetreten sind, um der
Geschäftsleitung Paroli zu bieten, schien alle zu beflügeln.
Uwe Hien eröffnete die Sitzung mit einer Vorstellung der Personalvertretung und stieg direkt ins Thema ein.
Belegschaft und Personalvertretung waren sich einig (begleitet von stehenden Ovationen), dass unser
"modernes Management" den völlig falschen Weg geht.
Der absolute Vertrauensverlust ins Management und die offensichtlich völlige Konzeptlosigkeit, wie
mit brennenden Themen umzugehen ist, sind die Gründe, warum die Personalvertretung klar gemacht hat,
dass es vorauseilenden Gehorsam weder betrieblich noch tariflich geben wird. Wir werden nichts geben,
wenn wir überhaupt nicht wissen, wo unser Management hin möchte.
Absolut einig waren sich alle Anwesenden, als betont wurde, dass die Kabine solidarisch ist. Sich nicht
auseinanderdividieren lassen wird und ähnlich wie in der letzten Tarifauseinandersetzung jede
Mitarbeitergruppe für die anderen eintreten wird.
Die Geschäftsleitung kam schon kurz nach Beginn dazu. Hochkarätig besetzt mit drei Passage-Vorständen
sahen sich die Herren und Damen einer aufgeheizten Kabine und Vertretern anderer Bereiche gegenüber.
Claudia Loeb gab einen Überblick über die Sichtweise der Folgen der offen ausgesprochenen Gerüchte über
Crewreduzierung sowie fehlendes und schlechtes Equipment etc.: Weiteres Kaputtsparen und schneller Laufen
führt zu schlechter Qualität und weniger Kunden.
Die Personalvertreter, die von ihren Sitzen auf die schier unübersehbare Menge von gut 500 Kollegen
schauten, bekamen eine Gänsehaut nach der anderen. In den Gesichtern und den Ausrufen der Kollegen
traten Wut auf das Missmanagement genauso wie Vertrauen und Hoffnung in die eigene Stärke der Kabine
und ihren Vertretern der PV und der UFO deutlich zutage.
Jens Stark führte beispielsweise aus, was für Risiken die Rasenmähermethode, überall 10% zu sparen in
sich birgt. Am Ende, wenn an den falschen Stellen gespart wird, haben wir nach "Climb2011" ganz schnell
ein "Descent2015".
Mit einem Diavortrag über unsere Wettbewerber, in der deutlich herauskam was unsere Konkurrenten tun,
um weiterhin Premium zu sein. Emirates und Singapure-Airlines beispielsweise werten ihre Produkte auf,
haben moderne und funktionierende Sitze, Entertainmentsysteme von denen wir Lichtjahre entfernt sind.
Der Kernsatz seiner Rede: "es ist die Uniform, die uns verbindet und nicht der Streifen, der uns trennt"
führte bei den Kollegen zu stehenden Ovationen und bei der Geschäftsleitung zu überraschten und langen Gesichtern.
Nach den erwartet dünnen Argumenten, Jammerszenarien und Bitten der Managementvertreter, bei "Climb2011"
mitzuspielen, meldeten sich erwartungsgemäß unzählige Kollegen mit Erfahrungsberichten und sachlichen,
brillianten Analysen aus der Praxis und lehnten die Bitte mit der üblichen Höflichkeit aber unüblicher
Deutlichkeit ab. Mit wirklich Neuem konnte niemand von ihnen aufwarten. Die Krise, die Krise, die Krise...
mehr war nicht zu hören. Zu Gewinnprognosen, sogar für das Krisenjahr hatten die Managementvertreter
keine Ausreden in ihren Redemanuskripten.
Die Aussage von Herrn Dr. Busch (Personalvorstand Passage): "Wir haben nicht vor ein Billigcarrier zu
werden" hören wir gespannt und möchten sie gerne glauben.
Passage-Vorstand Vertrieb und Produkt Herr Antinori hat mit Lob für die Kabine begonnen, bedauerlicherweise
hatte er jedoch auch nur den verbalen Klingelbeutel dabei, in den die Kabine etwas hinein tun soll.
Auch auf mehrfache, deutliche Nachfragen konnte er sein Versprechen, mit dem er seine Rede eröffnete,
über das Crewcomplement zu sprechen nicht einhalten. Er sprach nur davon, dass es sich ändern könnte.
Als Abschluss sprach Herr Garnadt (Passage-Vorstand Netz und Service)
Der Sprecher der UFO-Tarifkommission Nicoley Baublies betrachtete das Thema aus gewerkschaftlicher
Sicht und betonte, dass auch die UFO nicht bereit ist und keinerlei Notwendigkeit und Möglichkeit
sieht der Lufthansa Geschenke zur künftigen Renditemaximierung zu machen. Im Gegenteil, die UFO wird
der Lufthansa in der kommenden Tarifrunde ein Forderungspaket zum MTV und VTV vorlegen.
Die Tarifverträge sind bereits gekündigt und die UFO wird den Weg der Entlastung und der
gerechten Bezahlung weiter gehen, ganz sicher zusammen mit Euch.
Alle Redner des Managements mussten notgedrungen ihren Respekt über Anzahl der Anwesenden und
Qualität der Beiträge zollen. Wir haben ein Zeichen gesetzt. Wir werden nicht damit aufhören
bis gewisse Gespenster verschwunden sind.
Viele Grüße direkt von der Personalversammlung
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Zwei Veröffentlichungen der UFO zum Tarifstreit bei LH
Am 16. Januar 2009 wurden die Verhandlungen am späten Abend nach der dritten Runde von der UFO-TK abgebrochen, und nun?
Warum haben wir die Verhandlungen unterbrochen?
Die Konzertierte Aktion soll nach wie vor mit 2,5% Lohnabzug erkauft werden.
Für uns ist allerdings die Rückgabe der Konzertierten Aktion ohne Anrechnung eine
absolute Grundvoraussetzung für weitere Gespräche.
»Die Verhandlungen sind abgebrochen
Und nachfolgend befindet sich noch ein FAQ zum Thema Warnstreik bei LH.
»FAQ Warnstreik
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Urteilsbegründung liegt vor
Wir haben vor knapp zwei Monaten darüber berichtet, dass UFO gegen LH vor Gericht erstinstanzlich
gewonnen hat. (s.u.)
Interessanter Weise hat LH als Folge davon ein Tarifforum ins Leben gerufen, in welchem Mitarbeiter der
Tarifabteilung mit juristischen Kenntnissen den Kolleginnen und Kollegen Rede und Antwort stehen.
Man bekommt zwar Antworten auf Fragen die niemand gestellt hat, und bekommt im Gegenzug Informationen
die man nie haben wollte, aber dennoch wirkt das Ganze wie Pfeifen im Walde,
droht der Lufthansa doch ein Arbeitskampf im Januar des kommenden Jahres.
Nun liegt die Urteilsbegründung auch der Lufthansa vor, und umgehend beginnt eine Verschleierungstaktik von
besonderer Güte. Durch Weglassen an der einen und Hinzufügen an anderer Stelle wird das Urteil so hingebogen,
dass selbst Kenner der Materie nicht mehr sicher sind, ob von der gleichen Verhandlung die Rede ist.
Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann sind nachfolgend ein Kommentar von Seiten der UFO und als Download die vollständige
Urteilsbegründung eingestellt.
Klare Sache: Die Urteilsbegründung zur Konzertierten Aktion
Mittlerweile liegt uns das Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt bezüglich der Rückgabe der
Konzertierten Aktion vor (Aktenzeichen: 21 Ca 1288/08).
Das Arbeitsgericht Frankfurt kommt zur gleichen Auffassung wie die UFO.
Das sog. „Geheime Zusatzprotokoll“ zur Konzertierten Aktion hat im Hinblick auf die
Befristungen keine normative Wirkung, d.h. Tarifvertragscharakter. Nach Ansicht des
Gerichts stellt das Zusatzprotokoll allenfalls eine auf das Jahr 2007 beschränkte
Verabredung zwischen UFO und Lufthansa zu weiteren Verhandlungen dar, die keine Wirkung
auf die Arbeitsverhältnisse unserer Kabinenkolleg/innen entfaltet. Dieses Protokoll ist kein Tarifvertrag!
Dies auch deshalb, weil die Formulierung des Protokolls schon in sich unschlüssig ist.
Nicht nur die Richter, sondern auch wir fragen uns: Was ist bitte ein „eingeschwungener Zustand“?
Nicht entschieden hat das Gericht, ob das seinerzeit ohne ordentliche Vollmachten
unterzeichnete Zusatzprotokoll überhaupt wirksam, oder sogar sittenwidrig ist.
Dies war aufgrund der fehlenden normativen Wirkung gar nicht mehr notwendig und
wurde deswegen vor Gericht gar nicht mehr erörtert.
Nachfolgend das vollständige Urteil mit Begründung zum Nachlesen:
»Urteil konzertierte Aktion
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UFO siegt gegen LH vor Gericht
Am gestrigen Donnerstag unterlag die Lufthansa in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht
Frankfurt gegen die UFO e.V..
Verhandlungsgegenstand war die Rückführung der sogenannten "konzertierten Aktion".
In den Verhandlungen von 2005 hatte der ehemalige UFO-Vorsitzende Mirco Vorwerk
der Lufthansa weitreichende Geschenke gemacht.
Ohne Not gab das ehemalige LH-Aufsichtsratsmitglied im Rahmen der damaligen Tarifverhandlungen
dem Wunsch seines Arbeitgebers statt,
im Rahmen des Sparprogramms der Lufthansa auf die Faktorierung der Flugstunden sowie der bezahlungswirksamen
Flugdienstzeit im Kont-Verkehr, zwei Urlaubstage sowie auf einen freien Tag im
Quartal zu verzichten.
Dies wurde der Belegschaft als bis zum 31.12.2007 zeitlich begrenzte Maßnahme verkauft.
In einem intern als Geheimprotokoll bezeichneten Papier wurde aber faktisch dieser Verzicht
dauerhaft zementiert.
Nun obsiegte die UFO gegen die Lufthansa im Verfahren in Frankfurt. Dabei konstatierten die Richter ihr
Unverständnis über diese Machenschaften der größten deutschen Fluglinie.
Den weitschweifenden und keineswegs stichhaltigen Ausführungen der LH-Anwälte konnte sich das
Gericht nicht anschließen.
Obwohl die schriftliche Urteilsverkündung noch aussteht, darf man auf die weiteren Schritte der Lufthansa gespannt sein.
Intern scheint man die Kabinenbesatzung lieber mit dem Ausgang dieser Verhandlung verschonen zu wollen:
in einem internen Forum wurden nach Informationen von Lufthansa-Mitarbeitern die Beiträge zu diesem
Thema samt und sonders gelöscht. Auch ein vom UFO-Vorstandsmitglied Markus K. Beyer initiierter Beitrag wurde
trotz sachlichem Ton ein Opfer der internen Zensur.
Laut internen Quellen wird seit langer Zeit jegliche Diskussion über Tarifverträge, Gewerkschaften oder
die veränderten Arbeits- und Vergütungsverträge des Kabinenpersonals
durch eine sogenannte "Kommunikation Kabine" unterbunden.
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We face the future???
Die PV hat lange geschwiegen zu einem Thema,
das unser aller Arbeiten und unser aller Freizeit bestimmen soll: Face the future?!
mehr...
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Personalvertretungswahl Lufthansa 2008
"Die Einheit der Kabine - UFO & KabineKlar"
Alle Kandidaten sind von beiden Vorständen ausgewählt und benannt worden.
mehr...
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Aufsichtsratswahl Lufthansa 2008
Gestern endete die Wahl zum Lufthansa-Aufsichtsrat.
mehr...
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Aufruf zur PV-Wahl 2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Mai 2008 ist es mal wieder soweit, im Hause Lufthansa stehen die Wahlen zur
Personalvertretung an.
Wie bei der letzen Wahl wollen wir auch dieses mal wieder mit einer starken und
kompetenten Mannschaft antreten. Und hier kommt Ihr ins Spiel:
Wir möchten allen interessierten Mitgliedern von KabineKlar die Möglichkeit bieten,
sich gemeinsam mit uns über eine mögliche Kandidatur Gedanken zu machen.
Gemeinsam wollen wir unser Know How und die jeweiligen Kompetenzen bündeln,
um unseren Kolleginnnen und Kollegen eine entschlossene und tatkräftige
Manschaft für die Wahl zur Personalvertetung zu bieten.
Wenn Du also Interesse an einer Tätigkeit für Deine Kolleginnen und Kollegen
besitzt, den Blick über den Tellerrand werfen magst, Dich aktiv in der
Betriebspolitik engagieren möchtest, dann würden wir uns freuen, von Dir zu hören.
Gerne erläutern wir Dir die Aufgaben der Personalvertretung einmal in einem
persönlichen Gespräch genauer.
Lasst uns gemeinsam die Chance nutzen, wieder eine konstruktive und an der
Sache orientierte Arbeit für die Kabine zu leisten.
Deine Aktiven von KabineKlar:
Sascha Berger als Sprecher, Sevi Dhaouadi, Anja Kutscher, Birgit Weinreich,
Susanne Winkler, Uwe Hien, Holger Lange, Thomas Lorenz, Uli Riedmiller, Markus Rosendahl
mehr...
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Wer auf ver.di vertraut, hat auf Sand gebaut!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am Beispiel des Tarifkonfliktes der letzten Wochen im Hause der Deutschen Telekom,
hat ver.di wieder einmal bewiesen, wess Geistes Kind sie ist.
mehr...
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mirco a. vorwerk legt sein Mandat im LH-Aufsichtsrat nieder!
Am 09.07.2007 um 13:49 wurde auf www.cabinpower.de der Rücktritt von vorwerk
bekanntgegeben.
Man darf bezweifeln, dass diese Entscheidung aus eigenem Antrieb gefällt wurde.
Das durchaus schon vorab als erfolgreich einzuschätzende Abberufungsverfahren der ufo
sowie der innerbetriebliche Druck dürfte einen nicht unerheblichen Einfluss auf das
plötzlich erwachte Demokratieverständnis des zu ver.di gewechselten ehemaligen
ufo-Vorstandes gehabt haben.
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ufo-Tarifabschluss aus 2005 gilt!
Am 23. Juni fand vor dem Landesarbeitsgericht die Verhandlung "Schnur gegen DLH"
statt.
Zur Erinnerung: der Lufthansapurser Michael Schnur hat mit Unterstützung
von KabineKlar gegen den Tarifabschluss der ufo vom Mai 2005 geklagt.
Es ging um die Feststellung, inwieweit das verheerende Ergebnis
-Faktorierung weg, Urlaub weg, Hartz 4-Gehälter für neue FB- ,
(damals unterschrieben seitens UFO vom illegal im Amte weilenden Herrn Vorwerk),
überhaupt wirksam sein könne.
In der zweiten Instanz nun hat das Gericht die Klage abgewiesen, wohl auf
der Grundlage, dass der UFO-Notvorstand, (ohne Not?), die LH-Verträge
nachgezeichnet hat. Denn noch zu Zeiten ohne Notvorstandsunterschrift
rechneten die FB und Purser bei LH zu Recht mit einer Nachzahlung und Nachgewährung
von freien Tagen...
Erschwerend kommt hinzu, dass mittlerweile auch ver.di diesen Tarifvertrag
unterschrieben hat - mit Vorwerk in ihren Reihen.
Damit ist diese Tarifvereinbarung zementiert.
Jeder Leser kann selbst entscheiden, wer hier was für/gegen die Kabine tut...
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Keine Einigung bei LH!
Die Lufthansa hat es nicht geschafft. Im seit einigen Wochen versuchten Spagat hat
LH eine Bauchlandung gemacht.
Da man sich weder mit ufo noch mit ver.di einigen konnte, tritt LH bis auf weiteres
in Vorlage, und zahlt ihren Mitarbeitern in der Kabine ebenfalls eine Gewinnbeteiligung.
So werden laut LH 10.78% der individuellen Grundvergütung im Juli sowie pauschal 438 Euro
im Herbst ausbezahlt. Das mag üppig klingen, ist angesichts der sprudelnden Gewinne der Lufthansa
aber wohl kaum angemessen.
Zum Hintergund des Tarifkonfliktes: im Jahr 2005 schloß die ufo unter Führung des
als ufo-Vorstand agierenden LH-Aufsichtsrats Vorwerk einen Tarifvertrag ab (wir
berichteteten).
Obwohl dessen Gültigkeit bezweifelt werden darf (eine Klage ist noch anhängig), stand und
steht LH auf dem Standpunkt, der Tarifvertrag sei gültig. Die Inhalte wurden umgesetzt.
Seit kurzer Zeit hat man jedoch in dem zu ver.di gewechselten Vorwerk
auch bei der Großgewerkschaft einen willfährigen Verhandlungspartner.
Nun möchte man auch der Kabine den miserablen ver.di-Abschluss der Bodenbeschäftigten überstülpen.
Dazu benötigte man aber die Zustimmung der ufo, denn im Prinzip existiert ja ein gültiger
Tarifabschluss.
Die ufo kann aber im Moment nicht als handlungsfähig bezeichnet werden.
An dieser Stelle könnte sich LH nun überlegen, ob man die Seilschaft mit vorwerk nicht
endlich aufkündigt, damit für die Beschäftigten wieder erkennbar werden kann, wer die Kabine
vertritt. ver.di kann es nicht sein...
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Ein wenig Gewinnbeteiligung, für eine fette Kröte!!!
Wir lassen uns nicht verschaukeln, für ein paar Euro mehr,
seien es die 0,9 % auf die Tabelle oder die lächerlichen 0,9 % Gewinnbeteiligung
auf die Jahresvergütung:
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Tarifgerangel bei Lufthansa
Eigentlich wollten wir das Schmierentheater ja nicht kommentieren.
Meistens sieht man klarer, wenn sich der Pulverdampf gelegt hat.
Speziell wenn vorwerk beteiligt ist...
Aber da wir von Seiten unserer
Mitglieder vermehrt aufgefordert wurden, zu dieser Komödie etwas zu sagen,
tun wir das nun doch.
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Nepper, Schlepper, Bauernfänger!
Dem Vorwerk sei Dank,
Ver.Di bleibt sich wieder einmal treu.
Für die Kabine interessiert sie sich nicht.
Nur für ihre Vor- Macht.
»Veröffentlichung der Tarifkommission
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Eine Milliarde Euro
Das sind eintausend Millionen Euro. So viel wollte die Lufthansa im vergangenen Jahr
verdienen.
Netto.
Nach einem erfolgreichen Jahr 2005! Der Lufthansa Vorstand konnte seine Bezüge dank dieses
Ergebnisses spürbar steigern. Und wer hat dieses Ergebnis erwirtschaftet?
Wir, die Beschäftigten. Und was war der Lohn?
»Veröffentlichung der Tarifkommission
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Ein Funken Hoffnung...
Es gibt wieder einen Funken Hoffnung für die Lufthansa Kabine.
Nach Cityline, nach LTU, nach
Hapag Lloyd jetzt auch bei uns:
die ehrenamtlich tätigen LH-Kolleginnen und Kollegen der Tarifkommission
KabineKlar und der
Tarifkommission ver.di haben vereinbart, im Rahmen der anstehenden Vergütungsrunde
zusammenzuarbeiten.
»Veröffentlichung der Tarifkommission
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Neue Personalvertretungsvorsitzende bei LH weiter im Amt
Am 18. Juli hat das Arbeitsgericht Frankfurt festgestellt,
dass es keinen Verfügungsgrund gegen die Wahl von Dominique Hiekel und
Claudia Loeb als Vorsitzende der Gruppenvertretung der Purser gibt.
Am 12. Juni waren Mirco Vorwerk und Bodo Hellfeld, nach mehreren Versuchen,
dies zu verhindern,als Vorsitzende abgewählt worden.
Per einstweiliger Verfügung wollten sie gegen dieses Ergebnis vorgehen.
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Vowerk abgewählt!
Mirco A. Vorwerk wurde
heute von seinen eigenen KollegInnen der Personalvertretung der Lufthansa
als Vorsitzender ordnungsgemäß abgewählt!
Diese Schlappe wiegt umso schwerer, als dass er nun auch keinen Zutritt mehr
zur Gesamtvertretung des fliegenden Personals hat. Dieses gewichtige Gremium,
welches sich aus den Cockpit- und Kabinenpersonalvertretern zusammensetzt,
steht hoch im Kurs, denn hier ist das Zentrum der Mitbestimmung.
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Lufthansa und das Briefgeheimnis
Heute wurde bei der Lufthansa ein Rundbrief aus den Postfächern der Purser
entfernt. Der Inhalt: das unter www.KabineKlar.de, Arbeit/Politik veröffentlichte
Rundschreiben zur ufo-Vorstandswahl.
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Personalvertretungswahl ungültig?
Erneute Unregelmäßigkeiten bei Wahlen...
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Verhandlungen über Gehaltsstufen???
Aus Lufthansakreisen wird berichtet, dass ufo (bereits für den katastrophalen
Tarifabschluss vom Mai 2005 verantwortlich) jetzt mit der Geschäftsleitung
der LH über weitere Einschnitte bei den Flugbegleitergehältern verhandelt.
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Klage gegen den Kabinentarifvertrag
Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main/Zivilsenate
Darmstadt vom 06. Oktober 2005 steht nun fest, dass der Vorstand des UFO e. V.
rechtswidrig im Amt ist.
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Ehemaliger Hoffnungsträger (grün!)
der Kabine total von der Rolle?!
Nach und nach sickern weitere Horrormeldungen aus den Vereinbarungen
zwischen ufo und DLH durch:
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Piloten kämpfen gegen Auslagerung
Artikel aus der Welt am Sonntag vom 10.07.2005
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Wieder Diebstahl im Lufthansa-Crewkeller
In der vergangenen Nacht wurde KabineKlar zum zweiten Mal bestohlen.
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Diebstahl im Lufthansa-Crewkeller
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Berufsunfähigkeitsversicherung von KabineKlar
Gegendarstellung zum Brief vom 11.05.2005
in den Purser-News 06-2005
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Die Kabine fliegt weiter...
und doch ist nichts mehr, wie es war...
Überlegungen zur Situation in der Kabine DLH nach Wahl und Tarifabschluss.
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Neuer MTV bei LH
Infostand von KabineKlar!
Zum 1. Juli tritt der von ufo verhandelte Manteltarifvertrag in Kraft.
Neben den nicht stattfindenden Gehaltserhöhungen werden vor allem die Reduzierung
des Freien-Tage-Anspruchs, die Änderung der Vorschnellstreckenfaktorierung,
der Wegfall von zwei Tagen Urlaub sowie die Rücknahme des Kurzstreckenfaktors
auf 1,1 spürbar.
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ERSTER EXTERNER HINWEIS AUF UNSINN DES UFO
TARIFABSCHLUSS DLH Kabine
Kaum sind die Diskussionen über Sinn und Unsinn des Tarifvertrages vom
08. Mai 05 in vollem Gange, bestätigt die Geschäftsführung der Germanwings die
Laienhaftigkeit des Tarifabschlusses.
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AUCH DURCH WIEDERHOLUNGEN WIRD UNRICHTIGES
NICHT RICHTIG
Die Albatros, der Hausversicherungs"makler" der DLH lässt erneut etwas verbreiten,
diesmal über die ufo Personalvertretung, das nicht der Wahrheit entspricht. Es soll lediglich der Verunsicherung der Kollegen dienen und dazu führen, dass die von KabineKlar angebotene Versicherung
gemieden wird.
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Wort gehalten???
Die Auswirkungen des UFO-Tarifvertrages
[Ein Kommentar von LH-Flugkapitän Hermann Schreiner-Stephan]
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Erläuterungen zum Tarifabschluss bei LH
Nachfolgend Erläuterungen zum durch ufo "erreichten" Tarifabschluss.
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